Votum für die Stadtratsfraktion

Julian Schlumberger

Beschäftigung: studiert Nachwachsende Rohstoffe und Erneuerbare Energien und arbeitet als Hilfskraft an der Fachhochschule
Politische Interessen: Klimagerechtigkeit, Umweltschutz, Mobilität
Utopie: eine Welt in der Menschen bei ihrem Handeln nicht mehr nur das eigene, sondern das Wohl aller bedenken und alle Individuen sich frei von Verurteilungen und Diskriminierungen entfalten können
Kommunalpolitische Ziele: autofreie Innenstadt, klimaneutrales Göttingen
Zufälliger Fakt: wandert gerne in den Alpen
Bisherige Erfahrungen Ehrenamt: Beteiligung am Wahlprogrammprozess in Wiesbaden und Göttingen, Mitwirken im Grünzeug Podcast der Grünen Jugend Niedersachsen

 

Der Wunsch globalen Ungerechtigkeiten den Kampf anzusagen treibt mich in meinem politischen Handeln an und motivierte mich auch vor zwei Jahren der Grünen Jugend und den Grünen beizutreten. Ausschlaggebend bei dieser Entscheidung war mein Wunsch der Klimakrise etwas entgegenzusetzen und einen umweltschonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen zu fördern. Man kann sich als Mensch auf seinen jeweiligen Privilegien ausruhen und sich nicht für Unterdrückung, Diskriminierung oder Benachteiligung anderer interessieren.
Doch das kommt für mich nicht in Frage! Die Utopie, welche ich anstrebe, beinhaltet die gleichen Chancen für alle Menschen, das Ende von strukturellen Ungerechtigkeiten und ungleicher Vermögensverteilung, keine weitere Ausbeutung aller Ressourcen unseres Planeten, einen naturnahen und umweltverträglichen Umgang mit unserer Umgebung. Ich möchte, dass Diskriminierungen ein Ende haben, Menschen nicht mehr anhand von Geschlechterstereotypen beurteilt werden und sich stattdessen frei nach ihrem Wohlbefinden entfalten können. Für diese Utopie sind gesellschaftliche, wirtschaftliche als auch technologische Transformationen notwendig. Es braucht eine Abkehr von rein individuellem Denken, das Ende von rein kapitalorientierter Marktlogik und ein Ende des fossilen Zeitalters.

 

Auch außerhalb meines parteipolitischen Engagements möchte ich meinen Teil zur Veränderung beitragen. Daher habe ich mich zu meinem Masterstudiengang Nachwachsende Rohstoffe und Erneuerbare Energien hier in Göttingen entschieden. Meine Leidenschaft fürs Wandern und Mountainbikefahren ermöglichen mir zeitgleich den Genuss der Natur, Erholung, sportliche Betätigung und bestenfalls auch Landschaftliche Erlebnisse in den Bergen.
Dem Kampf gegen die Klimakrise widme ich die meiste Energie. Schon als Kind haben mich Bilder auf Berghütten erschreckt, welche die Ausmaße von Gletschern zeigten, die heutzutage aufgrund der Klimakrise nicht mehr existieren. Die Auswirkungen der Klimakrise sind aktuell schon zu spüren, wie wir an langen Trockenphasen und ungewohnt heißen Sommern oder der gegenwärtigen Pandemie bereits erleben. Wir in den Industrieländern sind nahezu für die gesamten Schäden verantwortlich, jedoch werden Menschen, die in Ländern des globalen Südens leben, viel stärker betroffen sein.
Das zeigt, dass die Kämpfe gegen Ausbeutung, Neokolonialismus, Rassismus und Sexismus intersektional, also gemeinsam, angegangen werden müssen.

 

Für meine Utopie einer gerechteren Welt müssen wir schon auf lokaler Ebene handeln und daher Klimaschutz in den Kommunen vorantreiben. Projekte wie eine Autofreie Innenstadt und der Ausbau des ÖPNV sorgen nicht nur für eine Senkung des Treibhausgasausstoßes, sondern steigern das Lebensgefühl in der Stadt und fördern die Chancengleichheit bei der Mobilität. Die Förderung von sozialem Wohnungsbau und der Kampf gegen nicht verhältnismäßige Mietsteigerungen sind notwendige Maßnahmen, um der aktuellen Ungleichverteilung von Vermögen entgegenzuwirken.