Eigentlich sollte die Geflüchtetenunterkunft Siekhöhe am Anna-Vandenhoek-Ring noch Ende Oktober diesen Jahres geschlossen werden. Nun plant die Stadt entgegen vorheriger Aussagen die Unterkunft bis mindestens April 2019 weiterzubetreiben.

Dazu ein Mitglied der GRÜNEN JUGEND: „Die Unterkunft Siekhöhe ist unter vielen Gesichtspunkten keine akzeptable Unterkunft für Geflüchtete. Nicht mal für wenige Tage oder Wochen ist sie geeignet und trotzdem wohnen dort viele Menschen nun schon zum Teil seit Monaten. Dass die Stadt sich scheinbar nicht bemüht, die Unterkunft zu schließen, ist entweder krasse Fehlplanung oder bewusstes Desinteresse an den Menschen, die dort leben müssen. Dies zeigt die Schließung des IWF Gebäudes am Nonnenstieg, welches von vielen Initiativen als besser bewertet wird. Die Menschen am Stadtrand in der Siekhöhe unterzubringen, nimmt ihnen praktisch jede Möglichkeit sich zu integrieren. Warum die Stadt geflüchteten Menschen auf diese Art und Weise ganz bewusst das Leben schwer macht, ist für uns nicht zu begreifen.“
Ein weiteres Mitglied ergänzt: „Die Siekhöhe gehört geschlossen und die Menschen müssen dezentral untergebracht werden. Nur so kann Integration möglich werden. Dabei dürfen Geflüchtete nicht gegen andere Menschen, die in prekären Verhältnissen leben, ausgespielt werden. Die Stadt muss endlich sichtbare Anstrengungen unternehmen den notorischen Wohnungsmangel zu bekämpfen.“