FCK AfDAm 22.5. führte die rechtspopulistische „Alternative für Deutschland“ eine antifeministische und homophobe Veranstaltung zum „Gender-Plan“ in Northeim durch. Mehrere bekannte Neonazis nahmen an der Veranstaltung teil, AfD-Kritiker*innen wurde hingegen unter fadenscheinigen Begründungen der Zutritt zu der öffentlichen Veranstaltung verwehrt.
Ein Mitglied der GJ Göttingen äußert sich dazu wie folgt: „Zwei der in Northeim am exponiertesten agierenden Neonazis, Roland Rusteberg und Fabian Zufall, haben an der AfD-Veranstaltung teilgenommen und wurden mit Handschlag begrüßt. Beide treten immer wieder als Mitglieder der Nazi-Kameradschaft AG Rhumetal öffentlich in Erscheinung, Rusteberg meldete in der Vergangenheit einen Naziaufmarsch in Bad Nenndorf an. Die AfD vertritt offensichtlich Inhalte, die bekannte Neonazis hören wollen. Der AfD-Veranstalter wurde auf die Anwesenheit der Neonazis hingewiesen. Die erfolgte Reaktion war bezeichnend: Den Kritiker*innen wurde der Einlass verwehrt und wörtlich geäußert, dass die Teilnahme der Nazis kein Problem sei, solange diese „keinen Stress“ machen würden.“
Das GJ-Mitglied weiter: „Die AfD hat mit der Anwesenheit von Neonazis offensichtlich keine Probleme, schon eher mit der von Personen, die Kritik üben. Da passt es auch in Bild, dass die AfD Northeim sich im aktuellen internen Richtungsstreit zum rechtsaußen-Flügel um Alexander Gauland und Frauke Petry bekennt, die der Pegida-Bewegung nahestehen. Rusteberg und Co. haben in der Vergangenheit versucht, einen Northeimer Pegida-Ableger unter dem Label Nogida zu gründen. Hier wird offensichtlich eine Allianz des rechten Bürgertums und bekennender Neonazis angestrebt. Es wird immer deutlicher erkennbar: Die AfD steckt mittendrin im braunen Sumpf.“
Artikel der Taz