HanfDer Cannabis-Fotowettbewerb ist in vollem Gange: Viele Tausend Personen haben sich mittlerweile die auf der Homepage der GRÜNEN JUGEND (GJ) Göttingen befindlichen Fotos angesehen. Unzählige Berichte wurden auf Blogs, Online-Zeitungen etc. veröffentlicht.
Ein Mitglied der GJ Göttingen zieht Bilanz:
„Der durchschlagende Erfolg unseres Foto-Wettbewerbes überrascht uns selber. Das immense öffentliche Interesse ist ein Indikator dafür, dass das Thema „Hanf“ immer noch polarisiert. Neben einigen, wenigen negativen Stimmen ist der Tenor der Reaktionen aber überaus positiv. Wir werten das als Signal an die Politik, endlich die Initiative zu ergreifen und eine umfassende Entkriminalisierung des Hanf-Anbaus und der Konsument*innen vorzunehmen.“
Um Missverständnissen vorzubeugen, skizzieren wir an dieser Stelle noch einmal kurz unsere Ziele und Forderungen.
Unser größtes Ziel ist die Drogenmündigkeit. Das heißt nicht, dass alle den ganzen Tag kiffen sollen, sondern lernen, verantwortungsbewusst mit Drogenkonsum und dessen Folgen umzugehen. Dass dieses Ziel nicht nur für THC, sondern auch gerade für legale Drogen wie Alkohol und Zigaretten anzustreben ist, ist selbstverständlich. Verbote sind der größte Feind der Drogenmündigkeit. Aus ihnen erwächst eine einseitige (und ungerechtfertigte) Dämonisierung, die die Aufklärung über tatsächliche Risiken unmöglich macht, da der Konsum an sich schon tabuisiert wird.
Die derzeitige Law&Order Politik ist absolut kontraproduktiv und muss umgehend beendet werden!
Eine weitere wichtige Facette der Hanfnutzung, die durch rechtliche Hürden derzeit massiv erschwert wird, ist die Nutzung des THCs als Medikament.
Als Schmerzmittel eine nachwachsende Alternative zu industriell hergestellten Medikamenten der Pharmaindustrie, ist diese Nutzung durch die massive Kriminalisierung nur einigen wenigen gestattet. Menschen, die THC als Medikament nutzen wollen, darf dieses nicht länger durch immense, rechtliche Erschwernisse verwehrt werden!
Auch Hanffasern als Ersatz für z.B. Baumwolle oder Kunstfasern könnten als ökologisch absolut sinnvolle nachwachsende Ressource genutzt werden. Aber selbst dieser Nutzung werden rechtliche Steine in den Weg gelegt.
Noch ein Wort zu den „Maßnahmen“ der zuständigen Göttinger Ordnungsbehörden: Wie vorauszusehen war, versuchen sie, die Hanfpflanzen schnellstmöglich wieder aus dem Stadtbild zu entfernen. „Alles was nach Hanf aussieht, wird vernichtet“ (Joachim Lüther, stellvertretender Pressesprecher der Polizeiinspektion Göttingen)
„Das ist eine überflüssige Maßnahme“, ergänzt ein Mitglied der GRÜNEN JUGEND Göttingen, denn das Ziel der Aktion, nämlich die Aufmerksamkeit auf das Thema Hanf zu lenken, ist schon erreicht. „Durch die panischen Vernichtungsmaßnahmen machen sich die Ordnungsbehörden nur weiter lächerlich.“