Symbol HausbesetzungAm Mittwochabend wurde ein ehemaliges Wohnheim des Studentenwerks in der Geiststraße 10 besetzt. Die rund 80 Besetzer*innen forderten, das Gebäude wieder als Wohnraum zu nutzen, nachdem die Universität es drei Jahre ungenutzt ließ.
Nach nicht einmal 18 Stunden und kurzen Verhandlungen mit dem Gebäudemanagement und der Uni-Präsidentin Ulrike Beisiegel wurden die verbliebenen 11 Aktivist*innen, u.a. Mitglieder der GRÜNEN JUGEND, von der lokalen Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit (BFE) hinausgetragen. Ein Aktivist wurde von der Polizei verletzt und erstattete Anzeige wegen Körperverletzung.
Ein Mitglied der GJ kommentiert: „Es handelt sich um legitime Forderungen, die in der Besetzung Ausdruck fanden. In Göttingen herrscht akute Wohnungsnot. Hinzu kommen steigende Mietpreise und eine undurchsichtige Wohnheimspolitik des Studentenwerks. Ein Zeichen gegen die Nichtnutzung von geeignetem, noch dazu barrierefreiem Wohnraum zu setzen, war längst überfällig. Wir kritisieren die fehlende Gesprächsbereitschaft der Uni und die rasche Anordnung der Räumung!“

Wir fordern die Uni auf, die Strafanzeigen wegen Hausfriedensbruch gegen die Aktivist*innen zurückzuziehen. Es ist zynisch, dass Menschen, die für die Verbesserung der Wohnraumsituation eintreten, mit Strafanzeigen überzogen werden.
In der einsetzenden Diskussion um die künftige Nutzung des Gebäudes fordern wir die Uni auf, es wieder als Wohnraum zur Verfügung zu stellen.

„Die Aktion und auch die Initiative für Wohnraum sind Reaktionen auf grundsätzliche Probleme wie Gentrifizierung und strukturelle Wohnraumknappheit, nicht nur für Studierende, sondern auch u.a. für Familien. Institutionen wie das Studentenwerk und die Universität lassen sich häufig von Rentabilitätsaspekten leiten. Das Wohl der Studierenden tritt dabei zu oft in den Hintergrund. Das muss sich ändern!“, so das GJ-Mitglied abschließend.

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