CBrU608WMAEzpuhDie Gesetzgeber_Innen verbieten allen Menschen in Deutschland das Tanzen an christlichen Feiertagen. Zu Ostern ist wieder ein guter Anlass gegen diesen Missstand zu protestieren, der mehrmals jährlich Millionen von Menschen in ihren Handlungsmöglichkeiten einschränkt.


Wie in vielen Bundesländern Deutschlands gibt es auch im niedersächsischen Feiertagsgesetz an manchen Tagen ein sogenanntes „Tanzverbot“. Dieses untersagt öffentliche Tanzveranstaltungen und sogar Versammlungen unter freien Himmel an bestimmten hohen christlichen und staatlichen Feiertagen, wie etwa am Karfreitag. Menschen, die nicht dem christlichen Glauben angehören, werden diskriminiert und dazu gezwungen, sich den christlichen Riten zu unterwerfen.

Ich als Atheist_In fühle mich in meinen Grundrechten auf Religions- und Versammlungsfreiheit eingeschränkt”, so ein Mitglied der GRÜNEN JUGEND Göttingen, “Menschen, die sich dafür entscheiden am Karfreitag an einer Tanzveranstaltung teilzunehmen, müssen das Recht dazu haben. Es geht nicht um eine Einschränkung des Rechts auf freie Religionsausübung und auch nicht darum, Störungen von Gottesdiensten zu legitimieren, sondern um das Freiheitsrecht aller Menschen.”

Wir sehen hierin eine Verletzung der Pflicht des Staates zur weltanschaulichen Neutralität seiner Rechtsordnung und fordern daher eine klare Trennung von Staat und Kirche. Wir fordern alle Regierungs- und Oppositionsparteien dazu auf, sich im Sinne des Säkularismus für die Abschaffungs des Tanzverbotes einzusetzen. Ferner rufen wir alle Menschen dazu auf, ihr Recht auf Versammlungsfreiheit zu ertanzen. Gelegenheit dazu bietet die stille Tanzveranstaltung (Kopfhörer mitbringen!) am Freitag ab 18 Uhr in Hannover am Schillerdenkmal in der Nähe des Hauptbahnhofes.

+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
Presse:

Stadtradio Göttingen
TAZ